Objektschutz in Seelisberg – und bei Ihnen?

Unsere Mitarbeiterin Andrea realisiert zurzeit in Seelisberg zusammen mit ihrem Mann ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung. Die Bauparzelle befindet sich in der blauen Gefahrenzone aufgrund von Steinschlag. Die Erstellung eines Hauses ist daher nur mit entsprechenden Schutzmassnahmen möglich. Um die nötigen Massnahmen festzulegen haben wir eine objektspezifische Gefahrenbeurteilung mit Feldaufnahmen und einfachen Abschätzungen durchgeführt. Als Resultat konnten wir verschiedenen Objektschutzmassnahmen vorschlagen.

Ein objektbezogener Gefahrennachweis haben wir auch für ein weiteres Bauprojekt in Seelisberg erstellen dürfen. Gerne bieten wir unser Fachwissen rund um Objektschutz vor Naturgefahren auch für Ihr Projekt an. Egal ob es sich dabei um einen Neubau oder Umbau handelt oder ob Sie einfach wissen wollen, wie Sie Ihr Objekt vor den nächsten intensiven Regenfällen schützen können.

Vielseitige Projekte an verschiedenen Fronten

In Flüelen wird zurzeit die Umleitung des Baches Häldelital umgesetzt. Durch die neue Linienführung, den Bau eines kleinen Schlammsammlers sowie verschiedener Ablenkmassnahmen soll das Risiko von Verklausungen bei Hochwassersituationen verringert werden. Als beauftragte Bauleiter lösen wir mit viel Engagement zusammen mit der Bauherrschaft und dem Unternehmer sämtliche Herausforderungen und Detailfragen auf der Baustelle.

Hauptsächlich dürfen wir Projekte im Kanton Uri begleiten. Wieder einmal (und das freut uns natürlich) durften wir auch den Kanton Schwyz genauer kennen lernen. Wir besuchten in den 10 Forstrevieren verschiedene Schutzwaldflächen und kamen so an die schönsten Orte. Natürlich haben wir dabei den Fokus auf die zu beurteilenden Flächen nicht verloren, sodass wir die gesammelten Daten und Informationen nun auswerten können. Ziel ist es, dem Amt für Wald und Naturgefahren Schwyz aufzeigen zu können, welche Vor- und Nachteile das heutige Abrechnungssystem für Schutzwaldflächenbeiträge gegenüber einem Flächenpauschalierungssystem hat.

Gletschersee verursacht Schäden im Urnerboden

Durch den Rückzug des Claridengletschers hat sich in den letzten Jahrzenten auf einer Höhe von knapp 2’100 m ü.M. ein Gletschersee gebildet, welcher im Frühling jeweils durch Schmelzwasser gefüllt wird. Die grossen Schneemengen diesen Frühling haben den natürlichen Moränendamm erhöht und den Seespiegel ansteigen lassen. In der Nacht auf den 17. Juni 2019 begann das Wasser sich durch den Schneedamm zu fressen, was zu einer beschleunigten Entleerung des Sees führte. Die Luzerner Zeitung berichtete am 18. Juni 2019 darüber (hier geht’s zum Online-Artikel).

In der Fätsch, in welche der Gletschersee entwässert, kam es zu sehr grossen Abflüssen und zu Geschiebetransport. Glücklicherweise kam es zu keinen Personenschäden, wohl auch wegen den getroffenen Notfallmassnahmen. Im Urnerboden wurden durch die Fätsch aber verschiedene Stellen erodiert, Brückenwiederlager beschädigt und der Bachlauf durch Ablagerungen verlegt. Das Ingenieurbüro Duwaplan GmbH hat zusammen mit den kantonalen Fachstellen und den Betroffenen die Schäden aufgenommen und beurteilt. Momentan werden Massnahmen geplant und umgesetzt, um entstandene Schäden teilweise zu beheben und vor allem weitere Schäden zu verhindern.

Der Bach erodierte die linke Flanke sowie die rechte Böschung vor den Quellfassungen (hinterer Bachbereich im Bild). Als Böschungsschutz deponiert der Bagger Material vor den Erosionshang (17. Juni 2019).

Perspektivenwechsel

In manchen Situationen kann es hilfreich sein die Perspektive zu ändern.

So kann das Ausmass eines Naturereignisses aus der Luft oft besser beurteilt werden als vom Boden aus, der Blick von Oben hilft eine gute Übersicht des Projektgebiets zu erhalten und Ansichten aus unerreichten Positionen eröffnen weitere Details. Mit der Unterstützung einer Drohne wollen wir solche Perspektiven ermöglichen und unseren Horizont im wahrsten Sinne des Wortes erweitern.

Vielleicht kann der gezielte Einsatz unserer Drohne auch in Ihrem Projekt hilfreich sein.